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Heckenrodung im Zellertal nahezu abgeschlossen

Die Mitarbeiter des OGV Lichtenstein haben die als Magerwiese kartierte Fläche im Zellertal oberhalb des Nussbaumweges von Hecken, Büschen und Bäumen befreit und wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt. Diese Mähwiese am Hang liegt in der Pflegezone des Naturschutzgebietes, das zum Biosphärengebiet Schwäbische Alb gehört.

Magerwiesen sind durch die Beweidung durch Rinder, Schafe und Ziegen entstanden. Am Waldrand wurden früher Rinder und Schafe gehalten, die außer Gras auch Sträucher und junge Bäume abfraßen. Die zurückbleibenden kargen Wiesen mit dem zurückgedrängten Gebüsch waren für die Landwirtschaft nicht nutzbar und so konnten dort seltene und langsam wachsende Pflanzen gedeihen, die für Insekten besonders wichtig sind. Wenn jedoch die Beweidung zu lange ausgesetzt wird, breitet sich das Gehölz wieder aus und die Magerwiese geht wieder in Waldfläche über. Das Vorrücken des Waldes können wir rundherum im Echaztal beobachten.

Magerwiesen auf denen seltene Pflanzen und Blumen wachsen, müssen freigehalten und ständig gepflegt werden. Da im Zellertal seit Jahren nichts mehr geschehen ist und die Zuständigkeiten unklar sind, hat der Landschaftserhaltungsverband beim Landratsamt Reutlingen den OGV Lichtenstein mit dieser Landschaftspflegemaßnahme betraut. Die freiwilligen Helfer unter Leitung des OGV-Vorsitzenden Alfons Reiske haben mit ihren eigens dafür angeschafften Arbeitsgeräten den gesamten Hang oberhalb des Nussbaumweges freigeschnitten und die artfremden oder kranken Bäume und vor allem die Dornenhecken und Büsche in diesem Gebiet entfernt.

Zu den verschiedenen Arbeitseinsätzen des OGV Lichtenstein zwischen Anfang Oktober und Mitte November kamen insgesamt 26 aktive Helfer, die insgesamt 270 Stunden Schwerarbeit am steilen Hang und in unwegsamem Gelände leisteten.

Für diese Arbeiten haben wir eine ganze Reihe von Profigeräten angeschafft wie eine schwere Motorsäge, einen Hochentaster, diverse Heckenscheren, eine stabile Motorsense zum Freischneiden und so weiter – alles Markengeräte mit Akkus und Ersatzakkus um die Einsatzzeiten zu verlängern.

Die Abfuhr des Schnittmaterials hat Werner Gumpper vom Traifelberg übernommen, der das abgeschnittene Holz jetzt in seiner Häckselanlage verarbeiten wird. Bisher musste er 13 volle Ladewagen aus dem Zellertal abfahren.

Wir möchten uns bei allen Helfern ganz herzlich für die geleistete Arbeit bedanken. Zum Glück hat das Wetter einigermaßen gehalten, dass wir den vorgegebenen Zeitplan einhalten konnten.

Wir brauchen weiterhin Mitarbeiter aus unserem Verein und weitere freiwillige Helfer, die sich für die Erhaltung unserer Natur und für die Landschaftspflege einsetzen wollen. – Vorstandsteam des OGV Lichtenstein